Pokal – Vorschau auf das Viertelfinale

09/04/2012

Heute und morgen steigen die Viertelfinal-Begegnungen im israelischen Landespokal. Geht man rein nach dem Papier, gibt es klare Favoriten in allen vier Spielen, aber dennoch können wir uns auf recht spannende Partien freuen.

Derby in Ramat haSharon

Vor gar nicht allzu langer Zeit trennte Ironi Ramat haSharon und Maccabi Herzliya noch Welten. Heute ist Ramat haSharon in der Ligat haAl und der Favorit in diesem Lokalderby. Herzliya hatte in den letzten Wochen in der Liga Leumit und auch im Pokal einen guten Lauf, während Ramat haSharon seinen Viertelfinalauftritt einigem Losglück verdankt und nach starkem Start in die Saison in den letzten Wochen ganz schön eingebrochen ist. Dies lässt auf eine spannende und offene Partie hoffen.

Duell der Enttäuschten

Im haMoshawa treffen zwei Teams aufeinander die in den letzten Wochen auf unterschiedlichem Niveau wenig Grund zur Freude hatten. Maccabi Petah Tikva auf der einen Seite war gut in die Saison gestartet, doch spätestens seit Ende der Hinrunde fiel man nur noch im Pokal positiv auf und steckt in arger Abstiegsgefahr. Der SC Ashdod wiederrum war lange neben Hapoel Tel Aviv der einzige Verfolger von Meister Kiryat Shmona, brach jedoch stark ein und sieht den Landespokal nun als Strohhalm an um am Ende des Saison nicht mit leeren Händen dazustehen.

Topspiel in Netanya

Mit Hapoel Tel Aviv kommt ein würdiger Gegner zum letzten Pokalspiel im traditionsreichen Stadion Sar-Tov. Doch für Maccabi Netanya geht es in diesem Spiel um weit mehr als einem angemessenen Abschied von seiner Heimstätte im Pokal und so wurde die Partie zum „Spiel der Saison“ ausgerufen. Der Club aus der Diamantenstadt würde gern im nächsten Jahr wieder im Europapokal spielen und so ist ein Pokalsieg der sicherste Weg dorthin. Für die Roten geht es in erster Linie ebenfalls um eine Teilnahme am Europapokal, aber natürlich will man sich auch die Option auf den dritten Titel in Folge im Landespokal wahren.

David gegen Goliath

Zum Abschluss des Viertelfinals steigt im Kiryat Eliezer die wohl unausgeglichenste Partie. Maccabi Haifa, einer der Topfavoriten auf den Pokaltitel empfängt mit Hapoel Nazareth Illit ein Team das in der Liga Leumit stark abstiegsgefährdet ist und dem so die Cinderella-Rolle im Viertelfinale zufällt. Maccabi Haifa kündigte an alles Erdenkliche zu tun, um den ersten Pokalsieg seit 1998 zu feiern und den Titel in die nördliche Hafenstadt zu holen.

Hier findet Ihr die Ansetzungen des Viertelfinals sowie die Ergebnisse der vorherigen Runden.


Blog-News

28/03/2012

Hallo Freunde des israelischen Fußballs!

In den letzten Tagen hat sich leider nicht viel getan hier auf dem Blog und auch die News auf unserem Facebook-Profil kamen immer kürzer. Dies liegt daran, dass wir derzeit an einem neuen Format arbeiten. Wie das genau aussieht, seht Ihr Mitte April nach der Pessach-Pause. Bis dahin gibt es hier die gewohnten Rubriken. Also schaut weiterhin regelmäßig rein. Es lohnt sich.


Pokal – Rückblick auf das Achtelfinale

22/03/2012

Das Achtelfinale im israelischen Landespokal ist beendet und die Fans sahen viele spannende und hart umkämpfte Partien. Vor allem für die verbliebenen Erstligisten ist der Pokal der berühmte Strohhalm, um in diesem Jahr noch einen Titel einzufahren oder eine schwache Saison mit einem Erfolgserlebnis beenden zu können.

Eine der größten Überraschungen in dieser Runde gab es für den designierten Meister Ironi Kiryat Shmona, der gegen Ligakonkurrent Maccabi Netanya mit 1:2 verlor und somit die Hoffnung auf das Triple beenden muss. Maccabi Netanya, eins von zwei Teams, die in dieser Saison wettbewerbsübergreifend gegen das Team aus dem hohen Norden siegen konnte, ging die Partie sehr offensiv an und ließ die Heimmannschaft nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen. Den Treffern von Achmad Sabaa (38*) und Chen Ezra (53*) hatte Kiryat Shmona nur noch den Ehrentreffer durch Barak Badash (79*) entgegenzusetzen.

Im Duell zweier Teams aus Liga Leumit setzte sich das abstiegsbedrohte Hapoel Nazareth Illit in einem fantastischen Spiel vor eigenem Publikum mit 4:2 gegen den souveränen Tabellenführer Hapoel Ramat Gan durch. Die wenigen Zuschauer im Green Stadion wurden bestens unterhalten und allein das 3:2 für den Gastgeber war das Eintrittsgeld wert. Yaniv Meir nahm sich ein Herz und hielt einfach mal aus über 40 Metern drauf.  Für den weit vor dem Tor stehenden Torwart von Ramat Gan, Itay Arkin, war der Ball unhaltbar und so ging Nazareth Illit zum dritten Mal in der Partie in Führung. In der Nachspielzeit erzielte Sharon Levy dann das entscheidende 4:2.

Ähnlich spannend und gut anzusehend ging es bei der Partie zwischen Hapoel Bnei Lod und Hapoel Tel Aviv zu. Kurz vor der Halbzeit legt Apoula Edel, der Schlussmann des Erstligisten, den angreifenden Murad Abu Anza und sah zu Recht die rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Salem Abu Siam sicher. Doch nur zehn Sekunden nach Wiederanpfiff gelang Hapoel Tel Aviv durch Mirko Oremus der Ausgleich. Zum Matchwinner für die Gäste wurde Nosa Igiebor. Der Nigerianer erzielte zwei Treffer in der Nachspielzeit und führte so Hapoel Tel Aviv ins Viertelfinale.

Der Pokaltraum ist hingegen für Hapoel Beer Sheva zu Ende. Nach 90 torlosen Minuten ging es gegen den Zweitligisten Maccabi Herzliya im heimischen Vasermil Stadion in die Verlängerung. Dort sah es ebenfalls lange danach aus, als würde keines der Teams ein Tor erzielen können, bis Omri Perl in der 110. Minute zum 0:1 für die Gäste traf. Doch nur eine Minute später konnte Ido Eksbard per Strafstoß ausgleichen. Und so ging es ins Elfmeterschießen, wo Dia Sabaa, der in den letzten Wochen so sehr überzeugte, als einziger Akteur verschoss, was das Aus für Hapoel Beer Sheva bedeutete.

Doch nicht nur Hapoel Beer Sheva tat sich mit seiner Favoritenrolle schwer. Maccabi Haifa etwa gewann erst im Elfmeterschießen mit 3:4 bei Hapoel Kfar Saba aus der Liga Leumit. Bedanken muss sich das Team bei seinem Torwart Nir Davidovich, der ohnehin in den letzten Wochen zu alter Stärke zurückfand. Auch Maccabi Petah Tikva musste nachsitzen und konnte sich erst in der Verlängerung bei Hapoel Jerusalem mit 0:1 durchsetzen, dank eines Treffers von Victor Merey in der 107. Minute. Nicht viel besser machte es Ironi Ramat haSharon, die beim Drittligiten Beitar Kfar Saba glücklich mit 0:1 gewannen. Und auch der SC Ashdod war beim 3:1 Heimsieg gegen Maccabi Umm al-Fahm nicht so überzeugend wie es das Ergebnis vermuten lässt.

Die Begegnungen des Viertelfinals werden am 28. März um 19:00 Uhr ausgelost. Mit Maccabi Haifa, Hapoel Tel Aviv, Maccabi Netanya, Maccabi Petah Tikva und dem SC Ashdod sind noch sechs Teams aus der Ligat ha’Al im Pokal vertreten. Hinzu kommen die beiden Zweitligisten Hapoel Nazareth Illit und Maccabi Herzliya.

Hier findet Ihr alle Hauptrunden-Ergebnisse des israelischen Landespokals.


Pokal – Vorschau auf das Achtelfinale

18/03/2012

Das Achtelfinale im israelischen Landespokal steht an. Am 20. und 21. März spielen die verbliebenen 16 Teams um den Einzug ins Viertelfinale und die Hoffnung auf einen Startplatz in der Europa League im nächsten Jahr.

Das Spitzenspiel in dieser Runde findet morgen Abend in Kfar Saba statt, wenn der Zweitligist und dreimalige Pokalsieger Hapoel Kfar Saba mit Maccabi Haifa eine hohe Hürde im heimischen Levita Stadion zu Gast hat. Für die Gastgeber geht es dabei um mehr als nur eine Sensation im Pokal. In der Liga läuft es alles andere als gut und so hat man im Pokal die Chance seine Fans etwas zu entschädigen. Doch auch für die Gäste soll ein Gewinn des diesjährigen Landespokals eine durchwachsene Saison mit einem Erfolgserlebnis enden lassen und einen Startplatz in der Europas League sichern.

Auch das zweite Team aus Kfar Saba ist noch im Wettbewerb vertreten. Im Achtelfinale fällt Beitar Kfar Saba dabei die Rolle der Cinderella zu. Als letztes Team aus der drittklassigen Liga Alef ist man gegen Ironi Ramat haSharon klarer Außenseiter. Doch während es beim Erstligisten nicht mehr rund läuft, konnte sich Beitar in der Liga durch eine Siegesserie wieder im Aufstiegsrennen zurückmelden.

Der designierte Meister Ironi Kiryat Shmona ist klarer Favorit bei seinem Heimspiel gegen Ligakonkurrent Maccabi Netanya. Netanya, das am Wochenende Maccabi Tel Aviv in einem beeindruckend starken Spiel mit 3:0 heim schickte, will den Schwung mitnehmen und den Toto-Cup-Sieger dieser Saison ein Bein stellen.

In der Partie Hapoel Bnei Lod gegen Hapoel Tel Aviv im Skhuna haTikva Stadion, will der Gastgeber dem nächsten favorisierten Spitzenteam ein Bein stellen. Der Präsident von Lod, Abu Subhi, kündigte wie schon in der letzten Runde vor dem Sieg gegen Beitar Jerusalem an, dass man sich auf keinen Fall verstecken wolle und seine Chance ergreifen will.

Für Hapoel Jerusalem die vor gut einem Monat sensationell Maccabi Tel Aviv ausschalteten, geht es daheim darum wieder in die Spur zurückzufinden. Vor dem Pokalspiel war man fest im Aufstiegsrennen dabei, rutschte danach jedoch in der Liga tief in die Krise und gewann nur noch ein Spiel. Doch auch für die Gäste von Maccabi Petah Tikva ist der Pokal der berühmte Strohhalm, droht doch der Abstieg aus der Ligat ha’al.

Auch in den weiteren Partien des Achtelfinals geht es für die meisten Teams darum, die schwachen Ligaleistungen vergessen zu machen und seine Fans weiterhin vom Titel träumen zu lassen. Dabei empfängt Hapoel Beer Sheva den Zweitligisten Maccabi Herzliya, der SC Ashdod trifft auf Maccabi Umm al-Fahm und Hapoel Nazareth Illit muss gegen das Spitzenteam der Liga Leumit, Hapoel Ramat Gan, ran.

Hier findet Ihr die Ansetzungen des Achtelfinals sowie die Ergebnisse der 1. und 2. Hauptrunde.


Liga-Rückblick # 06 (Wochenende 09.-14.03.)

14/03/2012

An diesem Wochenende fielen die ersten Entscheidungen in der Ligat ha’Al, denn nun stehen die Teilnehmer für die Meister- und Abstiegsrunde fest. Und in beiden Runden ist mit viel Spannung zu rechnen, denn außer dem ersten und letzten Platz, trennen die Teams nur wenige Punkte.

 

Zurück auf Meisterkurs ist Ironi Kiryat Shmona, die nach ihrer zweiten Saisonniederlage letzte Woche, diesmal einen deutlichen 2:0 Heimsieg gegen Hapoel Akko feierten. Dank des Punktabzugs von Hapoel Tel Aviv beträgt ihr Vorsprung nun 17 Punkte. Im Topspiel des letzten Spieltags konnte Hapoel Tel Aviv sich für die Derbyniederlage revanchieren und gewann bei Maccabi Haifa deutlich mit 1:4. Neben Haifa verlor nur noch der SC Ashdod von den Teams die an der Meisterrunde teilnehmen werden. Deren 2:1 Niederlage bei Hapoel Rishon leZion brachte die Gastgeber wieder in Reichweite ans rettende Ufer. Immer enger wird es für Maccabi Petah Tikva, die zu Hause gegen die wiedererstarkten Gäste von Beitar Jerusalem in einem sehr guten und spannenden Abstiegsduell mit 2:3 verloren. Auch die beiden Überraschungsteams zu Saisonbeginn, Hapoel Akko und Ironi Ramat haSharon, müssen inzwischen um den Klassenerhalt bangen. Bei der Eröffnung des umgebauten Stadions von Ironi Ramat haSharon, verloren die Aufsteiger gegen Maccabi Netanya mit 0:1 und nun sind nun seit vier Spielen sieglos. Eine bittere Niederlage musste auch Hapoel Beer Sheva hinnehmen, die mit 5:1 bei Bnei Yehuda Tel Aviv unter die Räder kamen und dabei keinen Erstligawürdigen Eindruck hinterließen.

 

Am nächsten Wochenende steht der letzte Spieltag der regulären Saison an. Für alle Teams geht es dabei um eine gute Ausgangslage für die Meister- bzw. Abstiegsrunde. Das Topspiel steigt am Montag, wenn Hapoel Tel Aviv in seinem ersten Geisterspiel den designierten Meister Ironi Kiryat Shmona empfängt. Im Kampf um die Europapokalplätze empfängt der Vierte SC Ashdod den Dritten Ihud Bnei Sakhnin. In Haifa steht das Stadtderby an, bei dem Hapoel Maccabi „zu Gast har“. Spannend wird es auch im Tabellenkeller, wo Hapoel Beer Sheva daheim gegen Hapoel Rishon leZion ranmuss.

In der Liga Leumit wurde der Spieltag vom wieder aufkeimenden Gaza-Konflikt überschattet. So wurde die Partie Maccabi Beer Sheva gegen Maccabi Umm al-Fahm kurz vor Schluss (beim Stand von 0:1) abgebrochen. Nach einer gut 15 minütigen Unterbrechung wegen eines Raketenangriffs auf die Stadt, hatten einige Spieler des Heimteams das Stadion verlassen. Der Schiedsrichter, der die Partie zu Ende bringen wollte, konnte nun nicht wieder anpfeifen. Die Partie zwischen Hapoel Ashkelon und Hapoel Raanana (3:2) wurde direkt auf Dienstag verschoben.

Mit der Partie Hapoel Bnei Lod gegen Hapoel Ramat Gan gab es letztes Wochenende das Spitzenspiel in der Liga Leumit. Vor über 1.500 Zuschauen im Shkunat Hatikva trennten sich die beiden Teams an der Tabellenspitze 1:1 unentschieden. Für Ramat Gan, die 35 Minuten in Unterzahl spielten, ist der Punktgewinn zwar etwas glücklich, doch der Vorsprung auf Lod bleibt bei fünf Punkten. Das in der zweiten Liga jedes Team gegen jedes Team gewinnen kann, wurde auch dieses Wochenende wieder deutlich. Außer Maccabi Herzliya verloren alle weiteren Teams in der oberen Tabellenhälfte.

In der Liga Alef Nord kam es zum Derby in Hadera, wo Hapoel Hadera den Ortsnachbarn SC Givat Olga empfing. Vor gut 800 Zuschauern konnte dabei Aufsteiger Givat Olga mit 0:1 gewinnen. Ansonsten gibt es hier nicht viel Neues. Ironi Tiberias gewinnt zwar weiterhin, da sich aber Hapoel Asi Gilboa keine Blöße gibt, haben diese weiterhin 14 Punkte Vorsprung. Spannend geht es hier eigentlich nur noch im Abstiegskampf zu.

In der Südstaffel der Liga Alef scheint keine Mannschaft an der Aufstiegsrelegation interessiert zu sein, konnte doch keines der ersten vier Teams in der Tabelle gewinnen. Dies nutzte Maccabi Kabilio Yafo, die danke eines 0:1 Erfolgs bei Hapoel Marmorek nun wieder um den Platz an der Sonne mitreden. Wie im Norden ist auch hier im Abstiegskampf jede Menge Spannung gegeben.

Diese Woche schauen wir auch mal noch eine Liga tiefer. In der Liga Bet Staffel B fand das Topspiel zwischen Tabellenführer Hapoel Migdal haEmek und dem Zweiten Hapoel Beit Shean statt. Vor fast 800 Zuschauern gewann Migdal haEmek dank eines Elfmeter-Tors kurz vor Schluss mit 1:0 und hat nun zehn Punkte Vorsprung auf den ehemaligen Erstligisten Hapoel Beit Shean und kann sich wohl auf die Aufstiegsrelegation freuen. Gegner dort wird der Erste der Staffel A sein. Hier führt derzeit der FC Bir Maksur knapp vor Ihud Bnei Majd al-Krum. Am nächsten Dienstag muss Bir Maksur zum Spitzenspiel bei Majd al-Krum antreten.

In den Süd-Staffeln der Liga Bet steht das Aufstiegsduell nahezu fest. In der Staffel A führt Hapoel Azor mit 16 Punkten und in der Staffel B hat Maccabi Shaaraim acht Punkte Vorsprung.

Alle Ergebnisse, Tabellenstände und Ansetzungen findet Ihr hier.


Liga-Rückblick # 05 (Wochenende 02.-06.03.)

07/03/2012

Das Derby in Tel Aviv überragte an diesem Wochenende alles andere. Doch nicht nur in diesem Spiel gab es viel Dramatik. Man merkt, dass die heiße Phase angebrochen ist und die Teams um die Ausgangssituationen in den PlayOffs und PlayDowns kämpfen.

Schaut man sich die Ergebnisse jedoch an, so hat man den Eindruck, dass vor allem die Teams die gegen den Abstieg spielen alles geben. So verloren gar die ersten Vier ihrer Begegnungen. Der designierte Meister Ironi Kiryat Shmona musste dabei im Spiel gegen den Abstiegskandidaten Beitar Jerusalem eine bittere 1:0 Niederlage hinnehmen. In der Nachspielzeit der Partie konnte Beitar dank eines Elfmeters das Tor des Tages in einer ansonsten schwachen Partie erzielen und erstmals unter Eli Cohen einen Dreier einfahren. Aber die Verfolger konnten die erste Niederlage Kiryat Shmonas seit dem zweiten Spieltag nicht nutzen. So verlor Hapoel Tel Aviv im Derby gegen Maccabi Tel Aviv mit 0:1, Ihud Bnei Sakhnin verlor bei Maccabi Netanya mit 3:1 und der SC Ashdod verlor im Süd-Derby bei Hapoel Beer Sheva mit 2:1. Für Ashdod und Sakhnin ist es jeweils das dritte sieglose Spiel in Serie. Der Gewinner des Spieltags ist Maccabi Haifa, die bei Hapoel Akko mit 0:1 gewannen und so bis auf vier Punkte an Hapoel Tel Aviv rankamen. Das Teilnehmerfeld an der Meisterrunde kristallisiert sich nach diesem Spieltag auch deutlicher hervor. So hat der Achte Bnei Yehuda Tel Aviv drei Punkte Vorsprung auf Hapoel Akko, bei nur noch zwei Spielen. Dazu gesellt sich noch Maccabi Netanya und Maccabi Tel Aviv, die ebenfalls durch ihre Siege von den Niederlagen Akkos und Ramat haSharons profitierten.

Im Abstiegskampf stand das Duell des Letzten gegen den Vorletzten an. Hapoel Petah Tikva empfing Hapoel Rishon leZion und hoffte nach einer starken Serie erstmals den Platz am Ende der Tabelle zu verlassen. In einem spannenden Spiel konnte sich jedoch der Gast knapp mit 0:1 durchsetzen und hat nun nach einem so genannten Sechs-Punkte-Spiel sechs Punkte Vorsprung. Stadtrivale Maccabi konnte als einzige Mannschaft im Kampf um den Abstieg nur einfach punkten (2:2 bei Bnei Yehuda Tel Aviv) und steckt nach vier sieglosen Spielen in Folge voll im Abstiegskampf. Hapoel Haifa, die daheim Ramat haSharon souverän mit 2:0 schlugen hat als Elfter, nur drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Und so werden wohl sechs Teams in der Abstiegsrunde zittern müssen. Doch auch Hapoel Akko und Ramat haSharon sind mit neun bzw. acht Punkten noch nicht gesichert. Und so können wir uns nicht nur in der Meisterrunde, sondern auch in der Abstiegsrunde auf viel Spannung freuen.

Am kommenden Wochenende kann Maccabi Haifa seine Ambitionen auf den Europapokal manifestieren, wenn man Hapoel Tel Aviv daheim schlagen würde und so den Rückstand auf Platz Zwei auf einen Punkt verkürzen. Für die beiden Mitstreiter um die Europapokalplätze Sakhnin (gegen Hapoel Petah Tikva) und Ashdod (bei Rishon leZion) geht es gegen die beiden Teams im Tabellenkeller. Nach den letzten furiosen Wochenenden können wir uns auf einige Überraschungen gefasst machen.

In der Liga Leumit marschiert Hapoel Ramat Gan weiterhin vorneweg. Dieses Wochenende wurde der Dritte Maccabi Ahi Nazareth in einem richtig packenden Spiel mit 1:0 besiegt und so hat der Absteiger nun fünf Punkte auf den engsten Verfolger Hapoel Bnei Lod, die knapp mit 0:1 bei Abstiegskandidat Hapoel Herzliya gewannen. Hapoel Jerusalem kann seine Aufstiegsträume, nach einer 3:2 Niederlage bei Beitar Tel Aviv Ramla, wohl beenden. Von den Teams, die derzeit in die Abstiegsrunde gehen müssten, konnte einzig Sekzia Ness Ziona gewinnen. Am nächsten Wochenende kann in der Aufstiegsfrage schon eine kleine Vorentscheidung fallen, da es zum absoluten Topspiel kommt, wenn der Zweite Hapoel Bnei Lod den Tabellenführer Hapoel Ramat Gan empfängt. Auch im Tabellenkeller kommt es zu einem wichtigen Spiel. Ironi Bat Yam (14.) muss zu Hapoel Nazareth Illit (13.) und hat bei einer Niederlage fünf Punkte aufs rettende Ufer.

In der Liga Alef Nord gibt es nicht viel Neues. Hapoel Asi Gilboa dreht weiterhin einsam seine Runden an der Tabellenspitze. Einzig im Tabellenkeller wird es wieder etwas spannender nachdem der FC Akva Arraba und auch Maccabi Tamra punkteten, während die Teams über dem Strich nicht siegen konnten.

Im Süden verloren alle Topteams. Hapoel Katamon Jerusalem hatte die Möglichkeit nachzulegen, nachdem das Heimspiel wegen Schneechaos von Freitag auf Montag verlegt wurde, patzte aber auch wie Maccabi Yavne und Hapoel Marmorek. Auch Maccabi Yafo verlor und vergab die Riesenchance wieder um den Aufstieg mitzuspielen. Und so profitierte Beitar Kfar Saba und ist nun wieder voll im Aufstiegsrennen mit dabei. Im Abstiegskampf konnte Netivot weiter Boden gut machen und so trennen Abstiegsplatz und Nichtsabstiegsplatz inzwischen fünf Punkte. Für Maccabi Hashikma Hen wird es nun ganz schwer.

Alle Ergebnisse, Tabellenstände und Ansetzungen findet Ihr hier.


Die Derby-Schlacht von Tel Aviv

06/03/2012

Keine Frage, wer gestern Abend das Derby zwischen Hapoel Tel Aviv und Maccabi Tel Aviv gesehen hat, der wurde Zeuge eines Spiels, das in die Historie eingehen wird. Gründe hierfür gibt es genügend. Der erste Sieg von Maccabi nach Jahren, eine wahre Kartenflut, aufgebrachte Spieler und Fan-Ausschreitungen sorgten für einen Eklat.

Von Beginn an stand das gestrige Stadtduell unter einem anderen Stern. Auf der einen Seite Hapoel Tel Aviv, bei denen es seit Wochen und Monaten kriselt. Die Fans fordern den Rücktritt von Besitzer Eli Tabib, der Öl ins Feuer goss, als er am Freitag aus Miami extra für dieses Spiel einflog. Schon bei seiner Ankunft am Flughafen Ben Gurion wurde ihm von rund 300 Fans ein hasserfüllter Empfang bereitet. Auf der anderen Seite Maccabi Tel Aviv. Seit Jahren warten die erfolgsverwöhnten Fans auf einen Titelgewinn, sieben Jahre liegt der letzte Titel zurück, die letzte Meisterschaft gar neun. Die Euphorie vor der Saison war riesig und in der Tat startet die Mannschaft stark in die Saison, baute dann aber immer mehr ab. Die Fans gingen gegen die eigenen Spieler auf die Barrikaden. Und so kam es gestern zum Krisen-Gipfel im Stadion Bloomfield.

Alle Befürchtungen von Verband, Verantwortlichen und Polizei, sollten sich nicht nur bewahrheiten, sondern ein Ausmaß annehmen, mit dem man in Israel nicht rechnete. Bereits vor dem Spiel kam es zu den ersten Ausschreitungen. Fans von Hapoel Tel Aviv warfen ein Bengalisches Feuer in den „Gästeblock“ und verletzten dabei eine junge Frau schwer. Im Gegenzug warfen Fans von Maccabi eine Rauchbombe auf einen Ticketschalter. Weiter ging es dann im Stadion, wo Eli Tabib nur unter großem Polizeischutz das Stadion betreten konnte und von Gegenständen beworfen wurde. Bis zum Spielbeginn blieb es, abgesehen von Hassgesängen gegen den ungeliebten Tabib aber friedlich. Auch bei der Choreographie zum Spielbeginn zeigten die Ultras von Hapoel ihren Unmut. „We are driven by PURE HATE“ stand in großen Lettern auf einer Fahne die die gesamte Fankurve abdeckte. Auch bei Maccabi gab es eine sehenswerte Choreographie. Und so war es angerichtet, das Spiel konnte vor über 14.000 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Stadion beginnen.

    

Hapoel startete gut in die Partie und machte von Anfang an Druck, einzig der letzte Pass kam nicht. Erst im Laufe der ersten Halbzeit kam Maccabi in die Partie. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit dringt Yoav Ziv in den 16er ein und wird von Iyad Hutba zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelt der starke Eliran Atar, sein zwölfter Treffer in dieser Saison. Und so ging es unter dem Jubel der 2.000 Gästefans in die Halbzeit. Was sich in den zweiten 45 Minuten abspielte, ist das Topthema in allen Sportteilen der Zeitungen in Israel. Wieder war es Hapoel die das Spiel bestimmten und zu zahlreichen Topchancen kamen. Vor allem Omer Damari und Salim Toama setzen dem Spiel nun ihren Stempel auf, aber egal was sie auch probierten, keiner konnte den Mann des Tages, Maccabi-Torwart Guy Haimov, überwinden, der mehrmals in höchster Not mir Weltklasse-Paraden seinem Team den ersten Derbysieg seit über vier Jahren sicherte.

Schon die ganze Partie über verteilte der Schiedsrichter Menashe Mashiah fleißig gelbe Karten (acht für Hapoel und vier für Maccabi), doch in den Schlussminuten eskalierte die Partie völlig. Maccabi spielte auf Zeit, was Fans und Spieler von Hapoel gegen sie aufbrachte. Ständig flogen Gegenstände auf das Feld, so wurde bei der Ausführung eines Eckballs Eliran Atar von einem Feuerzeug am Kopf getroffen. Der vierte Offizielle zeigte sieben Minuten Nachspielzeit an, in der jedoch kaum mehr Fußball gespielt wurde. Nach einem Foul rannte Menashe zum Tatort und wurde dabei von Avihai Yadin geblockt. Gelb vorgewarnt sah er folgerichtig Gelb-Rot. Nun trat der äußerst aggressiv auftretende Toama auf den Plan und echauffierte sich, was auch ihm Gelb-Rot einbrachte. Als der Schiedsrichter kurz danach die Partie beendete war es erneut Toama der das Feld stürmte und den Unparteiischen attackierte. Ein Handgemenge mit allerlei Spielern und Funktionären um das Schiedsrichtergespann entstand. Die Lage beruhigte sich nur langsam. Dafür eskalierte es nun auf den Rängen. Fans versuchten immer wieder das Spielfeld zu stürmen, unzählige Gegenstände flogen aufs Feld, das sich zunehmend in ein Schlachtfeld verwandelte. Immer wieder wurden Fans abgeführt, einer jungen Frau gelang es das Feld zu stürmen, wurde aber rechtzeitig abgefangen. Am anderen Ende des Stadions feierten unterdessen die Spieler von Maccabi den Derbysieg mit ihren Fans.

Der israelische Fußballverband reagierte umgehend und erhob gegen den Verein Hapoel Tel Aviv und seine beiden Spieler Avihai Yadin und Salim Toama jeweils in mehreren Punkten Anklage. Welches Strafmaß letztlich ausgesprochen wird lässt sich nur erahnen. Dass ausgerechnet beim gestrigen Derby Vertreter der UEFA  im Stadion weilten und sich schockiert zeigten, setzt den Verband unter Handlungszwang. Da Hapoel Tel Aviv zudem wegen Ausschreitungen schon vorbestraft ist und ohnehin auf Bewährung spielte, ist ein Punktabzug durchaus möglich. Geisterspiele, so genannte Radiussperren und hohe Geldstrafen sind zudem möglich. Kenner vermuten, dass Hapoel Tel Aviv den Rest der Saison nicht mehr im eigenen Stadion spielen wird und wenn, dann ohne Zuschauer. Auch Yadin und Toama müssen sich auf längere Sperren und hohe Geldstrafen gefasst machen.

Zusammenfassung des Spiels


Assaf Mendes – Über Nacht weltberühmt

01/03/2012

Assaf Mendes, der dritte Torhüter von Maccabi Haifa, wurde über Nacht zu einem der bekanntesten Torhüter Israels. Das ihm ein eigener Artikel in der spanischen Zeitung El Mundo gewidmet wird und er ein Star in Vietnam werden würde, hätte er sich wohl beim besten Willen nicht vorstellen können. Doch wie kam es dazu?

Vor dem Spiel der israelischen Nationalmannschaft gegen die Ukraine am Mittwoch, bestritt Maccabi Haifa in Kfar Galim ein Testspiel gegen den ukrainischen Spitzenclub und Abonnement-Meister Dynamo Kiew. Das Spiel das aufgrund der irregulären Wetterbedingungen auf 60 Minuten angesetzt wurde und wegen sintflutartigen Regenfällen deutlich verspätet angepfiffen wurde, endete 5:0 für die Ukrainer. Maccabi Haifa ließ bei dem Spiel vor allem Spieler aus der zweiten Reihe und Jugendspieler auflaufen. Einer von ihnen war Assaf Mendes.

In der 34. Minute wollte Mendes den Ball nach vorne schießen, doch dem Ball schien es in Mendes‘ Gegenwart besser zu gefallen und so kam er als Bumerang wieder zurück. Doch nicht nur das der Ball mitten im Flug die Richtung änderte, er kam auch so fest und platziert zurück, das Mendes den Ball nicht mehr abwehren konnte. Der düpierte Torwart stand natürlich dumm da und muss sich nun mit dem Hohn der Fußball-Fans in der ganzen Welt auseinandersetzen.

Auch wir wollen Euch diesen kuriosen Treffer nicht vorenthalten.


Israel – Ukraine

29/02/2012

  2 : 3 

29.02.2012 – 19:00 Uhr
Test-Länderspiel

haMoshawa  -  Petah Tikva (Israel)
 7.000 Zuschauer

Aufstellungen

  Dudu Aouate – Tal Ben Haim, Yuval Spungin (63* Elad Gabai), Rami Gershon, Dedi Ben Dayan (87* Shir Zedek) - Almog Cohen (74* Omer Damari), Yossi Benayoun (46* Ben Sahar), Maor Melikson, Bibras Natkho, Lior Rafaelov (46* Eran Zahavi) - Elyaniv Barda (46* Tomer Hemed)

  Oleksandr Shovkovsky (46* Andrey Dikan) - Oleg Gusev (92* Bogdan Butko), Evgen Khacheridi (51* Vitali Mandzyuk), Taras Mykhalyk, Evgen Selin - Ruslan Rotan (74* Denys Garmash), Anatoliy Tymoshchuk, Evgen Konoplyanka, Marko Devic (46* Artem Milevsky) - Andriy Yarmolenko, Andriy Voronin (46* Oleksandr Aliev)

Tore

17* 0:1  Oleg Gusev (Elfmeter)
45* 0:2  Evgen Konoplyanka
55* 1:2  Tomer Hemed (Elfmeter)
61* 1:3  Andriy Yarmolenko
63* 2:3  Ben Sahar

Spielbericht

Verpatzter Einstand von Eli Gutman

Das war nichts. Mit einer sehr schwachen Partie wurde die Ära von Eli Gutman als Trainer der israelischen Nationalmannschaft eingeleitet. Die knappe 2:3 Niederlage gegen die Ukraine täuscht ein wenig über eine schwache Leistung Israels hinweg.

7.000 Zuschauer waren bei starkem Regen und heftigen Stürmen ins neue Stadion von Petah Tikva, dem haMoshawa, gekommen, um ihr Team zu sehen. Doch vor allem die äußeren Bedingungen machten ein gutes Spiel nahezu unmöglich und so nahm die Partie nur spärlich an Fahrt auf. Zwei Fehler von Rami Gershon und Yuval Spungin nutzten die Gäste um zur Halbzeit mit 0:2 in Führung zu gehen. Zunächst verwandelte Gusev einen unstrittigen Elfmeter in der 17. Minute, ehe Konoplyanka kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte.

Eli Gutman wollte der Verteidigung die Chance geben sich in der zweiten Halbzeit zu rehabilitieren und wechselte in der Offensive kräftig durch. Mit Ben Sahar, Tomer Hemed und Eran Zahavi kam dann auch neuer Schwung in die Partie. Israel begann stark und das Spiel verlagerte sich in Richtung Gästetor. In der 53. Minute erzielte Tomer Hemed einen Foulelfmeter souverän zum 1:2. Doch die Hoffnung auf den Ausgleich wurden nur sechs Minuten später wieder beendet. Ein schön herausgespieltes Tor durch Yarmolenko brachte die Ukraine wieder mit zwei Treffern in Front. Doch Israel gab sich nicht auf und nahezu im Gegenzug verkürzte Ben Sahar erneut, nach schönem Zuspiel der besten Israelis an diesem Abend, Maor Melikson. Von nun an verflachte die Partie jedoch zunehmend. Zwar rannte Israel noch ein Mal an, doch richtiger Spielfluss wurde durch ständige Wechsel unterbunden.

Alles in allem lässt sich sagen, dass vor allem die Abwehr eklatante Schwächen offenbarte und auch das offensive Mittelfeld schwach agierte. Einzig Maor Melikson wusste zu gefallen. Eli Gutman muss sich auch fragen, ob es noch Sinn macht Spieler wie Yossi Benayoun weiterhin in die Nationalmannschaft zu berufen.

Nach dem Spiel kritisierte Eli Gutman vor allem die Leistung der Abwehr: „Ich kann es nicht verstehen, warum Verteidiger mit dem Ball rumspielen statt einen einfachen Pass zu spielen.“

Aber um dem Testspiel auch etwas positives abzugewinnen, die Nationalmannschaft mit ihrem derzeitigen Kader und dem neuen Trainer hat erst zwei Einheiten zusammen absolviert, während die Ukraine eine eingespielte Mannschaft ist, die voll in den Vorbereitungen auf die Heim-EM steckt. Dafür hielt Israel gut dagegen. Im Mai wird die Nationalmannschaft zu einem Trainingslager nach Österreich reisen um sich zu finden und das neue System, das Gutman ihnen einprägen wird, umzusetzen. Nach den Spielen gegen Tschechien, Deutschland und Ungarn wissen wir mehr.

Zusammenfassung


Israel U21 – Ukraine U21

29/02/2012

  4 : 0 

29.02.2012 – 16:00 Uhr
Test-Länderspiel

haMoshawa  –  Petah Tikva (Israel)
1.000 Zuschauer

Aufstellungen

  Boris Klaiman – Omer Vered (79* Dor Micha), Sari Falah, Ido Levy, Omri Ben Harush – Marwan Kabha, Nir Biton (79* Ahad Azam), Eyal Golasa (79* Ofer Verta), Sintiyahu Salalich - Moanes Dabour (74* Mohamad Ghadir) (84* Alon Turgeman), Or Baruch

  Oleksandr Ilyushchenkov - Vasyl Pryima, Oleksandr Nasonov, Ivan Ordets, Maksym Zhychykov (46* Sergiy Lyulka) - Ruslan Babenko (64* Mykola Vechurko), Andriy Tsurikov (76* Semen Zhary ), Evgen Makarenko , Dmytro Khomchenovsky (53* Egor Ivanov) - Evgen Pavlov (64* Oleg Barannik), Oleksandr Noyok

Tore

17*  1:0  Or Baruch
35*  2:0  Sintiyahu Salalich
57* 3:0  Moanes Dabour
73* 4:0  Omer Vered

Spielbericht

Dabour bezwingt die Ukraine im Alleingang

Mit einem souveränen 4:0 Sieg startete die U21-Nationalmannschaft ins neue Jahr. Auch wenn es sich bei der U21-Auswahl der Ukraine „nur“ um die vermeintlich zweite Garnitur oder auch U20 gehandelt hat, so gelangen exakt dieser Mannschaft in den letzten Spielen Unentschieden gegen die U21-Mannschaften Serbiens und Frankreichs, sowie ein Sieg gegen Kroatien. Umso erstaunlicher ist es, wie Israel den vermeintlichen Favoriten vorführte.

Guy Luzon, der Trainer der U21, hoffte vor dem Spiel, dass eine stattliche Kulisse zum Spiel erscheinen wird, doch wohl aufgrund der frühen Anstoßzeit und des Unwetters, kamen etwa 1.000 Zuschauer ins haMoshawa Stadion in Petah Tikva. Doch diese verpassten eine echte Show, wie Moanes Dabour nach dem Spiel sagte: „Wir haben heute eine gute Show geboten. Dafür haben wir haben hart gearbeitet und sind jetzt sehr glücklich.“

Bei der Bekanntgabe des Kaders für das Testspiel sagte Luzon, dass es sich um das Skelett der Mannschaft handelt, die auch bei der Europameisterschaft im nächsten Sommer dabei sein wird. Und dieses „Skelett“ machte viel Freude. Vier schön herausgespielte Tore, schöner Kombinationsfußball und eine richtig starke Abwehr – so macht Fußball Spaß! Spieler des Spiels war der 19 jährige Moanes Dabour von Maccabi Tel Aviv, der zwei Treffer sehenswert vorbereitete und ein Tor selbst erzielte. Aber auch Eyal Golasa, Sari Falah und Sintiyahu Salalich wussten zu überzeugen.

„Wenn ich nicht daran glauben würde, dass wir bei der Europameisterschaft etwas erreichen können, dann wäre ich nicht hier.“, sagte Guy Luzon nach der Partie und kennt den Schlüssel zum Erfolg: „Unser Ziel ist es immer besser zu werden und unsere Stärke ist das Kollektiv.“ Wenn die Mannschaft in dieser Konstellation zusammen bleibt und sich noch weiter einspielt, dann wird man im nächsten Jahr bei der EM im eigenen Land in der Tat mehr als nur die Außenseiterrolle einnehmen. Die nächste Bewährungsprobe ist am 8. Juni, wenn Israel in Weißrussland spielt.

Zusammenfassung


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